Wort zum Monat November

Gedanken zur Bibelstelle Hesekiel 37,27

Gott spricht:Meine Wohnung soll unter ihnen sein, und ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein. Hesekiel 37,27

Das ist eine Beschreibung der innigen Gemeinschaft zwischen Gott und den Menschen:

Meine Wohnung soll unter ihnen sein: Er will nicht der Herrscher sein, der in einem Palast fern von seinen Untertanen lebt, der nichts von ihrem Leben weiß und nur sein eigenes Leben in Luxus führt. Er will in unserer Nähe sein, unter den Umstände leben, unter denen wir leben. Er will unser Leben teilen. Das hat er in Jesus auf lebendige Art umgesetzt. Jesus hat unter uns gelebt. Damit hat Gott unter uns gewohnt. Er hat unter uns so gelebt, wie wir leben. Mit allem, was zum Leben auf dieser Erde dazu gehört: Geboren werden, nach und nach alles Lernen, was zum Mensch sein dazu gehört, erwachsen werden, das Elternhaus verlassen, eigene Wege gehen, selbständig werden, und zuletzt sterben. Seine erste Reise hat er als Flüchtling erlebt, auf seiner Letzte Reise wurde er wie ein Verbrecher behandelt. Damit ist er uns ganz nah gekommen, hat unser Leben von klein auf kennengelernt und kann uns in allem verstehen: Seine Wohnung war unter uns. 

Ich will ihr Gott sein: Der Gott, der da ist, der versteht und der hilft. In der Bibel wird dieser Gott mit einem Hirten verglichen. Mit einem guten Hirten, der sich um seine Schafe kümmert, der bei Gefahr nicht davon läuft und die Herde im Stich lässt, sondern der sie vor wilden Tieren beschützt, der dabei sein Leben riskiert, weil ihm seine Schafe so wichtig sind. Der jedes seiner Schafe mit Namen kennt, der sie auf frische Weiden führt. Er ist unser Hirte.

Sie sollen mein Volk sein: Das bedeutet, dass sie verstehen, wer ihr Gott ist, auf wen sie sich verlassen können, wem ihr Dank zusteht, und wem Anbetung gebührt. Und dass sie das nicht gleich wieder vergessen, wenn die Zeiten schwierig werden. Sie werden seinen Geist haben, und dieser Geist wird ihnen den Vater im Himmel erklären. Jesus spricht: Meine Schafe kennen meine Stimme.

Markus von Linden